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Die
Pressestimmen sprechen für sich: Sobald Christoph Maria Moosmann
spielt, greifen Kritiker zu Superlativen, und bei seinen
CD-Einspielungen brechen sie in Jubel aus. Unter den international
anerkannten Orgel-Virtuosen nimmt Christoph Maria Moosmann seit
mehreren Jahren eine Sonderstellung ein. Denn sein Orgelspiel geht weit
über frappierende Perfektion und atemberaubende Virtuosität hinaus: Es
sind seine so mitreißenden wie millimetergenauen Interpretationen, mit
denen sich Moosmann international einen Namen gemacht hat.
„Orgelmusik
ist nicht mein Ding“, bekannte Moosmann einmal und formulierte damit
seine Abneigung gegenüber einem Musikbetrieb, angesiedelt „irgendwo
zwischen Akademismus und Kathedralkitsch“. Moosmanns Interpretationen
sind dagegen klingenden Bekenntnisse. Ob es sich nun um Werke von César
Franck, Arvo Pärt oder Ernst Helmuth Flammer handelt: Mit kompromisslos
akribischer, oft jahrelanger Vorbereitung nähert er sich der Musik, um
sie schließlich mit künstlerischem Selbstbewusstsein zu gestalten.
Schon
während seiner Studienzeit in Freiburg im Breisgau wirkte Christoph
Maria Moosmann als Organist und künstlerischer Leiter der Musiktage an
der Universität Freiburg. Auch in seiner Heimatstadt Riedlingen
initiierte Moosmann eine Konzertreihe. Er wurde gefördert in der
Studienstiftung des Deutschen Volkes und schloss sein Studium mit dem
A-Examen für katholische Kirchenmusik sowie dem Solistendiplom im Fach
Orgel ab. Es folgte ein Kapellmeisterstudium in Basel und Zürich. Nach
einer Tätigkeit in der Stadtkirche St. Nikolaus in Wil (Schweiz) lebt
Christoph Maria Moosmann seit 1995 in Zürich und ist Organist der
Stadtkirche Dübendorf. Durch seine ungewöhnlich breit
gefächerten Interessen, besonders für Philosophie und
Naturwissenschaften, zunehmend aber auch für Weltreligionen und
Spiritualität, kam Moosmann schon früh mit wichtigen zeitgenössischen
Komponisten wie Ernst Flammer in Kontakt. Auf diese Weise wurde
Moosmann schnell zu einem gefragten Experten für zeitgenössische Musik
und ein Spezialist für diffizile Uraufführungen. Noch unbekannter Musik
Gestalt und Gültigkeit verleihen: Seine Einspielung von Ernst Helmuth
Flammers zwölfteiligem Orgelzyklus „superverso“ setzte in dieser
Hinsicht Standards. Auch Moosmanns Gesamtaufnahme der
Orgelwerke von Arvo Pärt und César Franck, sowie die Einspielung der
vier Symphonien op. 42 von Charles-Marie Widor ernteten höchstes
Kritiker-Lob. Christoph Maria Moosmanns theoretische und
praktische Beschäftigung mit Neuer Musik führte auch zur Komposition
der antiphona, einer spirituellen Liturgie für Gesang und Orgel nach
Texten der Hildegard von Bingen. Eine Einspielung zusammen mit der
Mezzosopranistin Liliana Nikiteanu ist als antiphona nova erschienen. Moosmanns
entschiedenes Eintreten für eine lebendige und neuartige Kirchenmusik
manifestierte sich schließlich auch in der Gründung des Festivals
religio musica nova (www.religio-musica-nova.ch), das seine Premiere
mit großem Erfolg 2005 in Dübendorf bei Zürich feierte. „Das Festival
möchte dazu beitragen, dass sich drei Bereiche wieder annähern, die
eigentlich zusammengehören: Spiritualität, Kunst und
institutionalisierte Religion“, sagt Moosmann. Als Biennale für
Spirituelle Musik soll religio musica nova wichtige Impulse für eine
selbstbewusste Erneuerung der Kirchenmusik auf höchstem Niveau geben.
Dafür arbeitet Moosmann als künstlerischer Leiter eng mit weltweit
anerkannten Komponisten wie Sir John Taverner und Horatiu Radulescu
zusammen. Konzertreisen führten Christoph Maria Moosmann
um die ganze Welt. Er ist regelmäßiger Gast wichtiger Festivals. Zu
seinen Konzertpartnern zählen, unter anderen, die Bamberger
Symphoniker, die lettische Staatsphilharmonie, das Symphonieorchester
des NDR sowie das Hilliard Ensemble. Er war Gastdozent an der
Universität Mainz und der Musikhochschule Nürnberg und produziert
außerdem für viele europäische Rundfunkanstalten. www.moosmann.com
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