festival religio
musica nova

zürich, 2. bis 9. dezember 2007

 
programm hintergründe forum
 

eine biennale für
spirituelle neue musik

 
patronat   medienecho   2005
       
 
christoph maria moosmann    

Die Pressestimmen sprechen für sich: Sobald Christoph Maria Moosmann spielt, greifen Kritiker zu Superlativen, und bei seinen CD-Einspielungen brechen sie in Jubel aus. Unter den international anerkannten Orgel-Virtuosen nimmt Christoph Maria Moosmann seit mehreren Jahren eine Sonderstellung ein. Denn sein Orgelspiel geht weit über frappierende Perfektion und atemberaubende Virtuosität hinaus: Es sind seine so mitreißenden wie millimetergenauen Interpretationen, mit denen sich Moosmann international einen Namen gemacht hat.

„Orgelmusik ist nicht mein Ding“, bekannte Moosmann einmal und formulierte damit seine Abneigung gegenüber einem Musikbetrieb, angesiedelt „irgendwo zwischen Akademismus und Kathedralkitsch“. Moosmanns Interpretationen sind dagegen klingenden Bekenntnisse. Ob es sich nun um Werke von César Franck, Arvo Pärt oder Ernst Helmuth Flammer handelt: Mit kompromisslos akribischer, oft jahrelanger Vorbereitung nähert er sich der Musik, um sie schließlich mit künstlerischem Selbstbewusstsein zu gestalten.

Schon während seiner Studienzeit in Freiburg im Breisgau wirkte Christoph Maria Moosmann als Organist und künstlerischer Leiter der Musiktage an der Universität Freiburg. Auch in seiner Heimatstadt Riedlingen initiierte Moosmann eine Konzertreihe. Er wurde gefördert in der Studienstiftung des Deutschen Volkes und schloss sein Studium mit dem A-Examen für katholische Kirchenmusik sowie dem Solistendiplom im Fach Orgel ab. Es folgte ein Kapellmeisterstudium in Basel und Zürich. Nach einer Tätigkeit in der Stadtkirche St. Nikolaus in Wil (Schweiz) lebt Christoph Maria Moosmann seit 1995 in Zürich und ist Organist der Stadtkirche Dübendorf.
 
Durch seine ungewöhnlich breit gefächerten Interessen, besonders für Philosophie und Naturwissenschaften, zunehmend aber auch für Weltreligionen und Spiritualität, kam Moosmann schon früh mit wichtigen zeitgenössischen Komponisten wie Ernst Flammer in Kontakt. Auf diese Weise wurde Moosmann schnell zu einem gefragten Experten für zeitgenössische Musik und ein Spezialist für diffizile Uraufführungen. Noch unbekannter Musik Gestalt und Gültigkeit verleihen: Seine Einspielung von Ernst Helmuth Flammers zwölfteiligem Orgelzyklus „superverso“ setzte in dieser Hinsicht Standards.
 
Auch Moosmanns Gesamtaufnahme der Orgelwerke von Arvo Pärt und César Franck, sowie die Einspielung der vier Symphonien op. 42 von Charles-Marie Widor ernteten höchstes Kritiker-Lob.
 
Christoph Maria Moosmanns theoretische und praktische Beschäftigung mit Neuer Musik führte auch zur Komposition der antiphona, einer spirituellen Liturgie für Gesang und Orgel nach Texten der Hildegard von Bingen. Eine Einspielung zusammen mit der Mezzosopranistin Liliana Nikiteanu ist als antiphona nova erschienen.
 
Moosmanns entschiedenes Eintreten für eine lebendige und neuartige Kirchenmusik manifestierte sich schließlich auch in der Gründung des Festivals religio musica nova (www.religio-musica-nova.ch), das seine Premiere mit großem Erfolg 2005 in Dübendorf bei Zürich feierte. „Das Festival möchte dazu beitragen, dass sich drei Bereiche wieder annähern, die eigentlich zusammengehören: Spiritualität, Kunst und institutionalisierte Religion“, sagt Moosmann. Als Biennale für Spirituelle Musik soll religio musica nova wichtige Impulse für eine selbstbewusste Erneuerung der Kirchenmusik auf höchstem Niveau geben. Dafür arbeitet Moosmann als künstlerischer Leiter eng mit weltweit anerkannten Komponisten wie Sir John Taverner und Horatiu Radulescu zusammen.
 
Konzertreisen führten Christoph Maria Moosmann um die ganze Welt. Er ist regelmäßiger Gast wichtiger Festivals. Zu seinen Konzertpartnern zählen, unter anderen, die Bamberger Symphoniker, die lettische Staatsphilharmonie, das Symphonieorchester des NDR sowie das Hilliard Ensemble. Er war Gastdozent an der Universität Mainz und der Musikhochschule Nürnberg und produziert außerdem für viele europäische Rundfunkanstalten.

www.moosmann.com