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Die
Shakuhachi ist die traditionelle japanische Bambusflöte, die im Umfeld
des Zen-Buddhismus entstand, und deren Urstücke (Honkyoku) vor
Jahrhunderten von Zen-Mönchen als eine Art der Meditation (suizen -
„blasendes Zen“) komponiert und gespielt wurden. Die Musik der
Shakuhachi ist gleichzeitig meditativ und kraftvoll.
Als
gebürtiger Australier kam Jim Franklin (James Ashley Franklin)
frühzeitig mit verschiedenen Kulturen, westlich sowie asiatisch, in
Berührung. Beim Kompositionsstudium an der Universität von Sydney hörte
er zum ersten Mal die Musik der Shakuhachi, der klassischen japanischen
Bambusflöte. Nach einem Studienaufenthalt in Deutschland und den
Niederlanden in den 1980er Jahren hatte er in Australien die
Gelegenheit, Shakuhachi bei Dr. Riley Lee zu lernen. Dies führte zum
weiteren Studium des Instruments in Japan bei Katsuya Yokoyama, von dem
Franklin 1996 den Titel Shihan (“Meister”) erhielt. Seitdem
unterrichtet er Shakuhachi und bietet Konzerte in Australien und Europa
an. Viele seiner Kompositionen für Shakuhachi sind auf CD erschienen.
1998 promovierte er an der Universität von Sydney mit einer Arbeit zum
Thema zeitgenössischer Kompositionspraxis für Shakuhachi in Verbindung
mit anderen Instrumenten (westlich sowie japanisch). Franklin hat sich
auch intensiv mit dem buddhistischen Hintergrund der Shakuhachi
auseinandergesetzt: 1986 wurde er Zen-Schüler bei Robert Aitken-Roshi,
und verbrachte seither mehrere Studienaufenthalte im Zen-Zentrum von
Aitken-Roshi in Honolulu. Er wohnt jetzt in Lauf an der Pegnitz
(Deutschland), unterrichtet Shakuhachi in Nürnberger Raum und in
anderen Städten, und ist international als Komponist und
Shakuhachi-Spieler tätig.
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